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Schlüssiges Personalentwicklungskonzept gefordert

Gewerkschaftschef stellte zehn Forderungen an ein Personalentwicklungskonzept (PEK)

Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft fordert endgültig ein schlüssiges PEK

Berlin, 27.10.2011
Das Personalentwicklungskonzept (PEK) für die Beschäftigten der Bundespolizei beschäftigt seit Monaten die Diskussionen bei den Beamten und Beamtinnen und bei den Polizeigewerkschaften. Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft hat nunmehr zehn Mindestvoraussetzungen für ein schlüssiges Personalentwicklungskonzept vorgelegt. Der Vorsitzende der Gewerkschaft, Ernst Walter (52), machte heute in Berlin mit Blick auf das Bundesinnenministerium deutlich, dass „ein Personalentwicklungskonzept für die Beschäftigten in der Bundespolizei mehr als überfällig ist.“ So sollen die Belange der Vereinbarkeit von Familie und Beruf deutlicher als bisher berücksichtigt werden.

Walter bot dem Bundesinnenminister und dem Bundespolizeipräsidium eine breite Mitwirkung seiner Polizeigewerkschaft an. „Wir pflegen eine gute Kommunikation mit allen Entscheidungsstellen für die Bundespolizei und wollen uns zukunftsorientiert für die Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei bei der Entwicklung eines effektiven Personalentwicklungskonzeptes mit einbringen“, erläuterte der Gewerkschaftschef.

Jedoch machte Ernst Walter klar, dass ein solches Konzept auch positiv perspektivisch ausgerichtet sein muss. „Planungen der Vergangenheit, die den Namen eines Konzeptes nicht einmal verdienen, seien mit der DPolG Bundespolizeigewerkschaft nicht zu vereinbaren.“

Die Forderungen der DPolG Bundespolizeigewerkschaft machte Ernst Walter dann deutlich: „Wir fordern mehr Durchlässigkeit beim Laufbahnwechsel, egal, ob vom mittleren in den gehobenen oder vom gehobenen in den höheren Dienst. Es macht überhaupt keinen Sinn, so genannte Überlappungsdienstposten, also Dienstposten, die nach ihrer Funktion sowohl in der einen, als auch in die nächst höhere Laufbahn ausgeworfen sind, mit unnötigen Qualifizierungsmaßnahmen anzufüttern. Das kostet unnötige Personal- und Haushaltskapazitäten, die in Zeiten knapper Kassen sinnvoller eingesetzt werden können."

Der Gewerkschaftschef sieht ferner einen Schwerpunkt darin, dass ein zukunftsgerichtetes Personalentwicklungskonzept die Belange der Vereinbarkeit von Familie und Beruf deutlicher als bisher berücksichtigt. „Die kostenaufwendigen und familienfeindlichen langfristigen Abordnung und Versetzung von Kolleginnen und Kollegen aus betrieblichen Gründen müssen deutlich eingedämmt werden“, bekräftigt Walter seine Forderungen. Das Personalentwicklungskonzept müsse stärker als bisher die Einstellungspraxis rund um die Dienststellen - hier insbesondere der Schwerpunktdienststellen - der Bundespolizei berücksichtigen. Die dauernden Personalverschiebungen und Reformen überlasten die Bundespolizisten seit Jahren, „damit muss jetzt endlich Schluss sein“, bekräftigt der Vorsitzende der DPolG Bundespolizeigewerkschaft.

Hier die zehn Mindestanforderungen der DPolG Bundespolizeigewerkschaft an ein schlüssiges Personalentwicklungskonzept [306 KB]


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