dbb-vorsorgewerk: Bausparer können ruhig schlafen
Auch wenn Kapitalmarktzinsen steigen
Bausparer können ruhig schlafen
Wer große Finanzierungsziele hat – beispielsweise eigene vier Wände – oder bereits ein Darlehen tilgt, merkt es schnell: Die Zeiten besonders niedriger Zinsen an den Kapitalmärkten gehören der Vergangenheit an. Wohl dem, der in weiser Voraussicht einen Bausparvertrag abgeschlossen und „gefüttert“ hat.
Wenn es darum geht, den Wert eines Bausparvertrags zu Zeiten niedriger Kapitalmarktzinsen einzuschätzen, scheiden sich regelmäßig Gegner und Befürworter dieses beliebten Zwecksparinstruments. So war in den zurückliegenden Jahren vielfach in den Medien zu lesen, Bausparen lohne sich nicht. Wofür soll man Geld zu soliden, aber überschaubaren Guthabenzinsen bei einer Bausparkasse einzahlen, wenn man im Falle einer Finanzierung doch nur zu einer Bank gehen muss, um dort gün-stigere Darlehenskonditionen zu erhalten? Eine berechtigte Frage.
Die günstigen Darlehenskonditionen, die es in letzter Zeit bei deutschen Kreditinstituten gab, sind jedoch nur eine Seite der Medaille. Denn sie waren – und sind – immer nur befristet. Zinsbindung heißt hier das Zauberwort: Darlehenskonditionen für Hypothekendarlehen werden in der Regel für fünf, zehn oder bestenfalls fünfzehn Jahre fest vereinbart, um dann an geltende Marktkonditionen angepasst zu werden. Der Abschluss eines solchen Darlehens ist also letztlich immer eine Wette auf die Zukunft. Denn wer weiß heute schon, wie die Kapitalmarktzinsen in zehn Jahren sein werden?
Selbst ein zunächst gering erscheinender Zinsunterschied von nur einem Prozentpunkt kann eine Finanzierung leicht um mehrere tausend Euro teurer machen. Augenblicklich zahlt man bei Immobilienfinanzierungen in der Regel über 4 Prozent Zinsen – nach durchschnittlich noch rund 3,6 Prozent im Herbst 2010. Und die eingeschlagene Entwicklung wird voraussichtlich weitergehen. Erst im April dieses Jahres hat die Europäische Zentralbank den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent erhöht.
Wer allerdings bereits eine Immobilie mit Bauspargeldern finanziert, umgebaut oder modernisiert hat, kann auch angesichts aller aktuellen und künftigen Zinssteigerungen weiter ruhig schlafen. Denn: Die Zinsen der eigenen Bausparfinanzierung steigen nicht, betreiben die Bausparkassen doch mit ihren Kunden ein weitgehend kapitalmarktunabhängiges System aus Spargeldeingang und Auszahlung. Bausparkassen refinanzieren sich kaum am Markt – im Gegensatz zu Banken und anderen Kreditinstituten. Daher können sie dauerhaft günstige Zinskonditionen bieten.
Ihr Vorteil als dbb-Mitglied: Über das dbb vorsorgewerk sparen sie die Hälfte der Abschlussgebühr eines Bausparvertrags.
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